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Dies ist kein Aufruf zum Hanfanbau, |
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Das Bild stammt aus einem Dokument aus dem zweiten Weltkrieg,
"Die lustige Hanffibel". Dort heißt es "Zum Geleit": "In bewegter Zeit erscheint die Hanffibel und beweist damit die Wichtigkeit des Hanfanbaues. In lustiger, aber eindringlicher Form soll sie mithelfen, Zweifelsfragen des Anbaus zu lösen und eine alte Kultur des Niederungsmoorbodens zu neuer Blüte zu bringen. Wer sie sorgfälgtig beachtet, hilft mit zum Gelingen. |
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Reichshauptabteilungsleiter II des Reichsnährstandes"
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Das deutsche Volk ist in der Welt vornehmlich auf sich selbst gestellt. Zu oft getäuscht war sein Vertrauen, auf fremde Hilfe nur zu bauen. Was heut es leistet, was es schafft, verdankt es seiner eignen Kraft, und diese Kraft wächst urgesund aus deutschem Geist und deutschem Grund.
Jedoch der deutschen Scholle Schoß
Zu solchem Rohstoff, hoch an Wert |
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Die Pflanze Hanf, groß und gewaltig, ist in der Leistung vielgestaltig, sie wächst ja höher als ein Mann recht schnell und üppig auch heran. Aus ihrem Leib, dem unversehrten, sind alle Teile zu verwerten: Der Falerstrang, der Same glatt, der Holzteil und das schmale Blatt. Ein jedes Stück ist angetan, zu dienen dem Vierjahresplan!
Der Same, immer hoch an Wert, |
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Den Hozlzteil dieser großen Plfanze soll man nicht schlagen in die Schanze, aus ihm läßt leicht sich fabrizieren Belag, um Böden zu garnieren. Auch liefert er Papier und Pappe und Leichtbaustoff und Wandattrappe, auch kann aus ihm als weitre Sachen Holzzucker man und Holzgas machen.
Jedoch all das verblaßt sehr weit
Wer Wäsche seilt bei Wind und Wettern, |
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Auch Friedlicheres läßt sich spinnen und aus dem Faserhanf gewinnen, zum Beispiel: Teppich für die Wohnung und Riemen für des Bauches Schonung. Kommt's Wochenend im Waldesschatten, träumt es sich schön in Hängematten, liegt man allein, so fern der Welten, am Flusses Strand in kühlen Zelten, wenn gegen Neugier, Sonn' und Wind sie dicht aus Hanf gewebet sind. |
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Hanf gibt auch Drilich, Wäsche, Tücher, und starken Einband für die Bücher, auch Barchent, Gurte, Plane, Säcke - kurz Dinge für gar viele Zwecke! Ein Hanfegewbe kaum verschleißt, ein fester Hanfstrick nie zerreißt! | |
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So ist der Hanf es also wert, daß man im Anbau ihn vermehrt, zumal die Faser und der Samen bisher meist aus dem Ausland kamen, obwohl der Hanf auch allezeit auf unserer Scholle gut gedeiht, denn noch vor sechzig Jahren trug der deutsche Boden Hanf genug 1).
1) Die Anbaufläche betrug
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So ist uns Hanf kein fremder Gast, man pflanze ihn, wohin er paßt! Doch sei, soll der Ertrag genügen, die Vorbereitung recht gediegen. Der Hanfbau ist gewiß nicht schwer, jedoch er geht nicht nebenher. Du mußt ihn, soll er sich erfreuen, wie jede andre Frucht betreuen!
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Eins muß jedoch beachtet bleiben: der Hanfbau darf niemals vertreiben die Brot- und Hackfrucht von den Flächen - ein solches würd' sich bitter rächen! Man geb' dem Hanfbau dorten statt, wo er den rechten Standort hat! Wo diese Flächen sind zu finden, das soll euch jetzt die Fibel künden!
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Hanf wächst - das stehe hier zuvor - am besten auf dem Niedrungsmoor, das ihm, da humusreich und feucht, als idealer Standort deucht. Es braucht der Hanf, der böse Prasser, in seinem Leben recht viel Wasser, das mit der tiefen Wurzel Mund er saugt aus Moores frischem Grund.
Jedoch, so sehr er Wasser liebt, |
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Wer Hanf baut auf des Moores Flur, treibt ferner echte Moorkultur, denn eng begrenzt ist hier die Wahl in unsrer Nutzgewächse Zahl: der Moorwirt baut Kartoffeln, Kohl, zuweilen auch Getreide wohl, auch etwas Mais und Futterknollen - Viel mehr ist nicht im Moor zu wollen!
Und ist der Saatauflauf geglückt,
Hier springt der starke Hanf allein
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Auch Grünland in dem Moorgebiet
Und auch auf manchen andren Flächen
2)Der Grundwasserspiegel soll vor der Saat |
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Wo das Getreide häufig lagert, |
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Das Vorgesagte läßt ersehen,
Der schattge Hanf, und das ist klar,
Nach Hanf fühlt, frei von allen Sorgen,
Auch Hackfrucht, die dem Hanf folgt nach,
Kurz, jede Saat in Hanfes Feld
Und eines noch, was nicht alltäglich: |
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Der Hanf, der ist kein Krumenhocker,
Soll unser Hanf auf Grünland stehen,
Im Frühjahr sollst du dich beeilen,
Je feiner Egg' und Scheibenmesser |
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Will man den Boden gut bereiten, nehm' man die Walze auch beizeiten. Mit ihrem schwersten Exemplar macht die den Acker mürb und klar. Man nehm' zuerst die Walze vor besonders auf dem Niedrungsmoor, weil dessen lockeres Gefüge gefestigt wird dann zur Genüge. Die Walze gibt dem Boden Schluß, das ist dem Hanf ein Hochgenuß; er möchte mit der Zunge schnalzen - so dankbar ist er für das Walzen! |
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Wer schnelle wchst vom Kind zum Knaben, muŝ gut und reich zu essen haben, daŝ Sfte sammeln Blut und Bauch - so ist es mit dem Hanfe auch! es muŝ, soll er recht schnell gedeihn, viel Nahrung ihm verf¸gbar sein, und, da sein Appetit enorm, auch in leicht aufnehmbarer Form.
Will man ihm gute Nahrung bringen, 2) Man gebe etwa 3 bis 4 Phosphorsure und 40%iges Kali je ha. |
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Fortesetzung folgt! |
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Aus: Jack Herer/Mathias Bröckers Wiederentdeckung der Nutzplfanze Hanf Zweitausendeins-Verlag ISBN 3-86150-059-0 Bestellnummer 11708, DM 32,00 © Mit freundlicher Genehmigung des Verlages und des Autors |
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